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1567
erste schriftliche Erwähnung der „Lettongruben“;
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1740
wurde aus ca. 21 Tagebaue der Ton gefördert
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Durch das
zusetzende Oberflächenwasser soffen die Tagbaulöcher häufig ab und man
ging zum untertägigen Abbau im Stollenbetrieb über.
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1768
wurde am südwestlichen Rand der Lagestätte, vom Tal des Seltenbaches aus,
ein Hauptstollen zur Ableitung des Wassers aufgefahren. Dieser Stollen
diente noch bis zu seiner Verwahrung zum Einfahren und zur Bewetterung des
Grubenfeldes.
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Die häufig
wechselnden Besitzverhältnisse erschwerten einen geordneten Abbau in der
Lagerstätte, stellenweise wurde regelrechter Raubbau betrieben (nur die
allerbesten Tonqualitäten wurden abgebaut). Dabei wurden häufig technische
Regeln des Bergbaus, wie eine ordentliche Aus- und Vorrichtung der
Lagerstätte, fachgerechter Ausbau oder Belange der Wasserhaltung
vernachlässigt.
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1798
wurde den Pächtern Wasmuth und Kuhn die Pacht entzogen und die Stadt
Klingenberg übernahm das Bergwerk in eigene Regie.
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Durch die
Auswirkungen der napoleonischen Kriege konnte kein Gewinn erzielt werden
und so sah sich die Stadt wieder gezwungen, das Bergwerk zu verpachten.
Das Tonbergwerk wurde meistbietend für eine bestimmte Zeit einem Pächter
überlassen. Die Einahmen aus der Verpachtung flossen der Stadtkasse zu.
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Das
einsetzende Industriezeitalter ließ auch bei den Klingenbergern Bürgern
erahnen, welche Möglichkeiten in ihrem feuerfesten Ton verborgen ruhten.
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1848
- Eine Gruppe von Bürgern plädierte dafür, dass das Bergwerk wieder in die
Regie der Stadt kommt. In der Chronik “700 Jahre Stadt Klingenberg“ wird
von einer regelrechten „Tonfehde“ berichtet.
- Unter dem 26.6.1855
wirft die Stadt in einem 30-seitigen Bericht an die königliche Regierung
den Pächtern Raubbau und Verloderung der Grube vor, die sich
hauptsächlich auf die Gutachten des Bergamtes Orb stützten. Man verlangte
die Übernahme des Bergwerkes in eigene Regie.
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Mit
Regierungsentschließung vom 29. November 1855 wurde der
Stadtverwaltung Klingenberg genehmigt, die Tongrube in eigener Regie zu
führen. Das ist auch heute noch der Fall.
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Seine größte
Blüte erlebte der Klingenberger Bergbau in den Jahren 1860 bis zum Beginn
des ersten Weltkrieges. Die hohe Rendite machte sich für eingesessene
Klingenberger Bürger in klingende Münze als so genanntes „Bürgergeld“
bemerkbar, ebenso wurden viele repräsentative Zweckbauten ( Schule,
Mainbrücke, Wasserleitung, Elektrizitätswerk usw.) errichtet. So wurde
z.B. 1912-1913 an jeden Bürger der Stadt 400 M ausgezahlt!
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In den
Jahren 1918 bis 1930 hatten auch die Klingenberger Bergleute unter
den Folgen des verlorenen Krieges und der anschließenden
Weltwirtschaftskrise zu leiden. So kam der Export zum Erliegen und die
Mindereinnahen mehrten sich. Einen Aufschwung gab es ab 1938, als
konsequente Planungen langsam aus der Krise führten. Doch der Beginn des
zweiten Weltkrieges stoppte die Aus- und Vorrichtungsarbeiten,
Arbeitskräfte wurden eingezogen, trotzdem sollte die Förderung erhöht
werden.
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Ohne den
Einsatz von Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion wäre dies schwer möglich
gewesen, aber eine Reihe von Bauprojekten mußte vorläufig zurückgestellt
werden. Das hatte zur Folge, daß der Förderschacht 21 erst im Jahr 1940
in Betrieb gehen konnte. Es war der erste Schacht, der nicht in der
Lagerstätte geteuft wurde, sondern im angrenzenden Nebengestein, dem
Buntsandstein. Damit war es der erste Schacht der nun nicht mehr dem
Gebirgsdruck durch die Abbautätigkeit ausgesetzt war. Dank dieser
weitsichtigen Entscheidung des damaligen Obersteigers, Kurt Barthel, kann
der Schacht noch heute als Förderschacht genutzt werden.
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Nachdem im
Jahre 1960 der Absatz merklich zurückgegangen war, entschloss man
sich zur Rationalisierung des Betriebes und einer Reduzierung der
Belegschaft.
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Derzeit wird
mit 6 Mann Belegschaft die steigende weltweite Nachfrage nach dem
Klingenberger Spezialtonprodukten befriedigt.