Anschrift:

      Wilhelmstraße13 a, Tel.: 09372/20305
      E-Mail: museum@klingenberg-main.de
      Auskünfte und Führungen auch unter:
      Tourist-Information 09372/921259
     Harald Krug 0152/28774418

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Öffnungszeiten und Eintrittspreise

 

siehe Klingenberg von A-Z:

 

Der Weinbau hat in Klingenberg eine jahrhundertealte Tradition. 1261 werden erstmals Weingärten "auf dem hohen Berge" im Eigentum der Schenken von Clingenburg urkundlich erwähnt.

Den ersten Weinbergsnamen "Mühle" findet man anno 1298 in einem Vertrag zwischen den Edelherren Philipp und Gottfried von Bickenbach auf Clingenburg und dem Kloster Himmeltal.


Weinkeller


alte Holzpresse (1806)

Von den in Klingenberg angebauten Weinen ist der Spätburgunder der Berühmteste. Er wird in vielen Gedichten und Liedern gepriesen.

Die Pflege der Reben im Weinberg, die Traubenernte, das Keltern des Lesegutes und der Ausbau des Weines bis zum Abfüllen auf die Flasche ist im Erdgeschoss des Museums dargestellt. Eine Gläser- und Flaschensammlung sowie viele Fotos ergänzen die Thematik.

Der Wein hat Klingenbergs Ruhm begründet, ihren früheren Reichtum verdankt die Stadt jedoch der Tongrube.

In zwei Schaustollen sind die Abbaumethoden von einst und jetzt dokumentiert. Grafiken und Fotos erläutern die Entstehung des Tonvorkommens und dessen Abbau. Eine Sammlung alter Grubenlampen, Keramik, Uniformen und Dokumente vermitteln wissenswertes über das Bergwerk. Die Bleistiftsammlung erinnert daran, dass in jeder Bleistiftmine ein winziges Quentchen Klingenberger Ton enthalten ist.


Tonbergwerkstollen


Küferei

Das Klingenberger Tonvorkommen entstand im Pliozän vor ca. 5 - 10 Millionen Jahren durch Altwasser-Ablagerungen, die tektonisch in den Buntsandstein versenkt wurden.

Das von der Kommune betriebene Bergwerk erzielte früher hohe Überschüsse. Deshalb konnte die mittelalterliche Stadt modernisiert und erweitert werden, die Bürger darin steuerfrei leben und alljährlich ein beachtliches "Bürgergeld" zwischen 200,-- und 400,-- Mark kassieren.

Ein Raum im Erdgeschoss beherbergt die komplette Röllfelder Dorfschmiede mit Esse, Blasebalg, Ambos, zahlreichen Maschinen und Werkzeugen.

Küferei und Wagnerei sind im anschließenden Keller zusammengefasst. Beide Handwerkszweige waren für den Winzer unentbehrlich.

Hier sind vor allem die Gerätschaften zur Herstellung von Weinfässern wie Fügeblock, Daubenschablone, Spundhobel etc. interessant. Schnitz- und Hobelbank sowie alte Schreinerwerkzeuge vervollständigen den Raum.


alte Röllfelder Dorfschmiede


Schusterwerkstatt

Komplette Werkstätten wie z.B. die Schusterwerkstatt sind originalgetreu aufgebaut.

Korbmacher, Gerber, Schneider, Waldarbeiter und Landwirt sowie eine alte Schulstube und eine Waschküche werden im Dachgeschoss gezeigt.


 


alte Mainschiffe im Modell

Neben der Steinhauerei waren Schifffahrt und Fischerei wichtige Erwerbszweige der Klingenberger. Modelle alter Mainschiffe: Treidelkahn, Seitenraddampfer, Kettenschleppschiff, Aalschocker sowie eine Mainlandschaft mit Schleppzug, Badeanstalt und Tonverladeplatz geben ein lebendiges Bild vergangener Zeiten.

Von der traditionsreichen Fischerzunft werden alte Fischereigeräte gezeigt.

Das 3. Stockwerk ist dem Leben der Frau um die Jahrhundertwende gewidmet. Krämerladen, Küche, Häckerwirtschaft waren die Bereiche der Ehefrau, während die Töchter spannen, nähten und stickten, um sich eine standesgemäße Aussteuer zu schaffen. Die freie Zeit gehörte der Religion, Musik und Literatur.


Kramerladen


Küche


Wohn- und Schlafstube


Handarbeitsstube

Sehenswert ist auch die Webstube mit zwei alten Webstühlen. im Dachgeschoss.

Neu hinzugekommen ist die "Religiöse Nische" mit Heiligenfiguren und -bildern und drei Vitrinen mit kirchlicher Kleinkunst, die zum Teil aus der Kapelle des Schosses Mairhofen entstammen.

Betreiber des Museums ist der Förderverein Historisches Klingenberg
letzte Aktualisierung: 13.10.2016